zuechterinfos

Internationaler Allgemeiner Club der Hundefreunde- und Liebhaber e. V.

 

An alle Züchter im A.C.H.-L. e.V.

 

Wir bitten Sie, folgende Punkte unbedingt zu beachten:

 

1. Sie suchen sich einen geeigneten Deckrüden, der ruhig etwas kleiner sein kann, als Ihre Hündin.

 

2. Der Deckschein muß vollständig ausgefüllt und unterschrieben sein. Lassen Sie sich gleich eine Fotokopie des Deckrüden mit allen Titeln mitgeben.

 

3. Die Elterntiere müssen von einem Zuchtwart zuchttauglich geschrieben worden sein. Dieses kann auch auf einer Rassehundeausstellung geschehen. Im äußersten Notfall kann dies auch der Tierarzt machen.

 

4. Ab 1.o7.1980 müssen alle Hunde über 45 cm, die zur Zucht verwendet werden sollen, auf Hüftgelenksdysplasie (HD) geröntgt sein. Hunde mit mittlerer HD dürfen nicht mehr zur Zucht verwendet werden. Hunde mit leichter HD-leicht müssen einen HD-freien Partner haben.

 

5. Der Wurfmeldeschein muß ordnungsgemäß vom Zuchtwart unterschrieben sein; vergessen Sie bitte nicht Ihre eigene Unterschrift. Sollten die Elterntiere Siegertitel besitzen, so bitten wir, diese unbedingt anzugeben.

 

6. Stehen Sie am Anfang Ihrer Züchter-Laufbahn, so merken Sie bitte vor, daß der erste Wurf mit "A" anfängt, alle weiteren Würfe sind alphabetisch weiter zu benennen, auch wenn Sie verschiedene Rassen züchten. Selbstverständlich müssen Sie beim Zuchtbuchamt einen Zwingernamen schützen lassen. Geben Sie uns bitte drei Namen zur Auswahl an. Wir werden überprüfen, welcher Zwingername für Sie infrage kommt. Alle Welpen erhalten den Zwingernamen.

 

7. Bitte vergessen Sie nicht, Fotokopie der Ahnentafeln der Elterntiere mit einzureichen. Dies braucht nur einmal zu geschehen, da diese im Archiv des Zuchtbuchamtes festgehalten werden.

 

8. Ein letzter Wunsch: Schreiben Sie bitte die uns eingereichten Unterlagen deutlich in Druckschrift oder mit der Schreibmaschine aus, damit Rückfragen vermieden werden. Und nun viel Spaß mit der Aufzucht Ihrer Welpen. Selbstverständlich stehen wir Ihnen bei der Vermittlung sowie Verkauf zur Seite.

 

Ihr Zuchtbuchamt

 

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Deutsche Hundezuchtgemeinschaft e. V.

 

 

 

Erklärung wichtiger Fachausdrücke der Kynologie

Aalstrich: Streifen dunkleren Haares entlang der Wirbelsäule (Mops).
Abzeichen: Alle regelmäßigen oder unregelmäßigen Flecken und Farbverschiebungen im Fell.
Afterkralle (Wolfskralle):

meist verkümmerte fünfte Zehe an der Rückseite der Hinter­läufe; wird bereits beim Welpen entfernt, damit später keine Schwierigkeiten beim Laufen und keine Verletzungsmöglichkeiten gegeben sind. Wird bei manchen Rassen (Beauceron, Pyrenäenberghund) nach dem Standard verlangt und demnach nicht entfernt.

Agility:

 Geschicklichkeitssport mit Hunden.

Ahnentafel: Abstammungsnachweis des Rassehundes, der vom jeweiligen Zuchtbuch­amt ausgestellt wird und über die Herkunft des Hundes Auskunft gibt. Im Volksmund "Stammbaum" genannt.
Albino: Tier mit vererbbarem, unerwünschten Mangel von Farbstoffen (Pigmenten) in Haut und Haaren.
Apfelkopf:

 Runder, apfelförmiger Oberschädel mancher Zwerghunderassen (z. B. Chihuahua).

Apportieren:  Bringen von Gegenständen (Wild, aber auch Gegenstände des Herrn), meist auf Befehl.
Art:

 Angehörige einer bestimmten Gruppe, die untereinander unbegrenzt fruchtbar sind.

Befederung:  Langes Haar an Ohren, Brust, Läufen, Bauch und Rute.
Behang:  Hängeohren (z. B. Spaniel, Pudel).
Belegen:

 Decken der Hündin.

Blesse:  Weißer Streifen vom Schädel zur Nasenspitze.
Blue Merle:  Vererbbare Farbverdünnung im Haar, aus schwarz wird graumarmoriert, kommt bei einigen Rassen als anerkannter Farbschlag vor (Tigerdogge, Collie, Dunker etc.)
Brackieren:  Jagd mit Bracken auf niederes Wild (Fuchs oder Hase).
Brand:

 Helle Abzeichen auf dunklem Fell, z. B. gelbe oder braune regelmäßig verteilte Zeichnung auf schwarzem Grund (Dobermann, Rottweiler)

Breitensport: Turniersport für Hunde und Besitzer.
Bringfreude:  Zeigt ein Hund, der von Natur aus gerne apportiert.
Bringselverweiser:

 Hat der Hund das Gesuchte gefunden (Wild-Jagdhund oder Mensch-Katastrophenhund), kehrt er, mit dem am Halsband hängenden Bringsel im Fang den Fund anzeigend, zum Führer zurück.

Bringtreue:  Zeigt ein Hund, der zuverlässig apportiert.
Buschieren:

Suche nach Wild in unübersichtlichem Buschwerk vor dem Schuß

Coursing:  .Ehemals das Hetzen lebender Hasen mit zwei Windhunden. Heute hetzen die Windhunde einen im Zickzack-Kurs gezogenen künstlichen Hasen, wobei Ge­schicklichkeit und Schnelligkeit bewertet werden.
Domestikation: Haustierwerdung von Wildtieren und Züchtung zum Nutzen und für die Gesellschaft des Menschen.
Drahthaar:  Dichtes, kurzes, harsches Haar mit Bart.
Erdarbeit:  Arbeit unter der Erde auf Fuchs, Dachs und Kaninchen.
Fährtenhund:   Speziell auf das Ausarbeiten schwieriger Fährten abgerichteter Hund mit Prüfung.
Fahne: Lange Haare an der Rutenunterseite.
Fang:  Schnauze des Hundes vom Stop ab.
Feder:  Lange Haare an der Rückseite der Läufe.
Fersenbeinhöcker:  Sprunggelenksknochen.
Fesseln: Vordermittelfuß.
Flanken:  Weichteile zwischen Rippen und Keule.
Fledermausohr: Breit angesetzte, langgezogene, oben gerundete Stehohren (z. B.. Franz. Bulldogge, Chihuahua).
Gebäude:  Körperbau.
Gebiß:  Besteht aus 42 Zähnen, und zwar jeweils 6 Schneidezähnen, 2 Fangzähnen, 8 Prämolaren (Vorderbackenzäline), 4 (oben) bzw. 6 (unten) Molaren (hintere Backen­zähne).  Es gibt Scheren-, Zangengebiß, Vor- und Hinterbiß (s. dort).
Gehör:  Beim Hund sehr gut entwickelt; steht an zweiter Stelle nach dem Geruchssinn. Vor allem hohe Töne, die das menschliche Ohr nicht mehr  wahrnehmen kann, hört der Hund noch.
Geläut:

Heulendes Bellen jagender Laufhunde.

Gen: Faktor der Erbanlage, ist Teil der Chromosomen.
Geruchssinn:

Bestentwickelter Sinn des Hundes; kann bei manchen Rassen enorm ausgeprägt sein und unersetzliche Dienste leisten  (Spürhunde beim Zoll, Lawinen­suchhunde).

Gesichtssinn:

 Nur mäßig entwickelt; räumliches und exaktes Sehen wohl nicht mög­lich, jedoch größeres Gesichtsfeld und dadurch schnelleres Erfassen von Bewegungen.

Gestromt:  Streifenzeichnung im Fell.
Haar:  Wird meist von Unterwolle und Deckhaar gebildet; je nach Haarbeschaffenheit unterscheidet man Lang-, Kurz-, Glatt-, Rauh-,  Draht-, Stock- oder Kraushaar.
Harlekin:  Durch Merlefaktor gescheckte Hunde.
Hasenpfote: Ovale, flache Pfoten.
Hinterbiß:  Schneidezähne des Unterkiefers liegen deutlich hinter den Schneidezähnen des Oberkiefers.
Hinterhand:  Hinterläufe, Keulen und Hüften.
Hinterhauptbein:  Hinterhauptstachel: nach hinten stehende Fortsetzung der Scheitel­leiste des Schädels, bei manchen Rassen ausgeprägt erwünscht.
Hirtenhund: Große wehrhafte Schutzhunde der Herden (z. B. Kuvasz).
Hitze:  Brunftzeit der Hündin, im allgemeinen alle sechs Monate.
Hosen:  Lange Haare an der Rückseite der Keulen.
Hütehund:  Meist mittelgroße, sehr ausdauernde und bewegliche Hunde, die die Her­den zusammenhalten und treiben (z. B. Puli, Border Collie).
Kampfhund:  Kräftige, schmerzunempfindliche, leicht in Angriffsstimmung zu verset­zende, meist doggenartige Hunde, die zum Kampf gegen andere Tiere gezüchtet wur­den (z. B. Bullterrier, Mastino Napoletano).
Karpfenrücken:  Hochgewölbter Rücken (z.  B. Bedlington Terrier).
Katastrophenhund:  Für den Einsatz zum Finden von Menschen in Trümmern oder Vermißten im Gelände ausgebildete Hunde mit Prüfung.
Katzenpfote: Runde, geschlossene Pfote mit gewölbten Zehen.
Kehlhaut:  Lose Haut an der Halsunterseite.
Kehlwamme: s. Kehlhaut.
Kippohr:  Aufrecht stehendes Ohr mit nach vorne kippender Spitze (z. B. Collie).
Knopfohr: Hoch angesetztes, nach vorn fallendes und am Kopf dicht anliegendes Ohr.
Kondition:

 Erworbene Körperverfassung, abhängig von Fütterung, Haltung und Training.

Konstitution:  Von der Anlage und den Umwelteinflüssen bestimmte Verfassung, ab­hängig von Art, Rasse, Geschlecht und äußeren Gegebenheiten.
Kraushaar:  Gelocktes Haar, das zum Verfilzen neigt.
Kruppe:  Hinterteil des Hunderückens vom letzten Lendenwirbel bis zum Rutenansatz gebildet vom Kreuzbein, den beiden Beckenbeinen und den bedeckenden Muskeln.
Kupieren:  Kürzen von Rute und Ohren (in einigen Ländern, u. a. auch in Deutschland verboten).
Kynologie:  (gr. kyon = Hund, logos = Lehre); Wissenschaft vom Hund.
Läufe:  Beine des Hundes.
Läufigkeit:   s. Hitze.
Langhaar:  Besonders langes Deckhaar, je nach Rasse mit oder ohne Unterwolle.
Lawinenhund: Speziell für das Suchen von Lawinenopfern ausgebildete Hunde.
Lefzen:  Lippen des Hundes.
Loh:

 Hell- oder leuchtendbraune Abzeichen im Fell.

Mannschärfe:  Bei Bedrohung zeigen Hunde Menschen gegenüber Aggression.
Maske: Meist dunkler pigmentierte Partie um den Fang (Leonberger, Mops).
Merlefaktor:  Erbanlage, die Farbverdünnung verursacht und Scheckung im Fell und teilweise oder ganz blaue Augen hervorruft.  Paart man zwei  Tiere mit Merlefaktor, können verstümmelte oder lebensunfähige  Welpen kommen.
Meute:  Familienverband, zu jagdlichen Zwecken gehaltene, große Anzahl von Hunden (Foxhounds, Beagles).
Nasenschwamm:  Nasentrüffel, vordere Nasenkuppe.
Oberkopf:  Oberschädel, Hirnschädel.
Ohren:  Fledermaus-, Kipp-, Knopf-, Rosen-, Schmetterlings-, Steh- oder -Tulpenohr (s. dort).
Paßgang: Gleichzeitige Vorwärtsbewegung beider Läufe einer Körperseite (charakteristisch für Bobtail).
Parforce Jagd:   Jagd zu Pferde hinter der Hundemeute auf lebendes Wild (in Deutschland verboten).
Phänotypus:  Äußeres Erscheinungsbild.
Pigment:  Im Körpergewebe vorkommende Farbstoffe.
Platten:  Großflächige, andersfarbige Flecken im Fell.
Ramsnase:  Im Profil gesehen stark gebogener Nasenrücken (Bullterrier)
Rasse:  Untergruppe einer Art, die alle Individuen mit bestimmten Merkmalen und Eigenschaften umfaßt und diese an ihre Nachkommen vererbt.
Raubzeugscharf:  Jagdhunde und Terrier mit starkem Trieb Raubzeug zu töten.
Reibegebiß: Ganz dicht aneinander reibende vordere Schneidezähne.
Reinrassigkeit:   Rassetypische Eigenschaften werden von reinerbigen Eltern weitervererbt.
Rettungshund:   s. Katastrophenhund.
Rosenohr:  Rückseite des Ohrs nach innen gefaltet, so daß das Innere der Ohrmuschel sichtbar wird; oberer Teil des Ohres nach hinten gebogen (Engl. Bulldog, Greyhound).
Rüde: Männlicher Hund.
Rute:  

 Schwanz des Hundes.

 

 

Schecken:

 Großflächige Fleckung des Fells.

Scherengebiß: Schneidezähne des Unterkiefers liegen knapp hinter den Schneide­zähnen des Oberkiefers.
SchH:  Schutzhund, SchH 1, II, III = Prüfungsstufen.
Schimmel:

Weißgrundiges Fell mit kleinen, z. T. etwas verschwommenen Flecken.

Schlag: Gruppe von Hunden, die sich innerhalb einer kynologischen Rasse durch be­sondere Merkmale oder bestimmte Eigenschaften abhebt (z. B. besondere Farben oder Haarlänge).
Schlittenhund: Zum Ziehen von Schlitten gezüchtete Hunde vom Spitztyp.
Schnippe: Kleines, weißes Fleckchen direkt über dem Nasenschwamm.
Schnürenhaar:

Langes Haar, das sich abgestorben mit dem nachwachsenden Haar verdreht und lange Schnüre bildet (Puli, Komondor)

Schopf:  Langes, feines Haar auf dem Schädel (Chinesischer haarloser Schopfhund: Dandie Dinmont Terrier)
Schur:  Mit der Schere oder dem Scherapparat "In-Form-Schneiden" des Haarkleides (Pudel, Bedlington Terrier).

 

Schwarzmarkenfarbig: Dunkles Fell mit hell- oder leuchtendbraunen (lohfarbenen) Abzeichen (s. Rottweiler).

 

Schweißarbeit: (Schweiß=Blut); Suche des Jagdhundes nach angeschossenem oder verwundetem Wild auf der Schweißfährte; mit ihrem ausgezeichneten Geruchssinn können manche Hunde die Fährte  noch nach über 40 Stunden auffinden.
Sprunggelenke: Aus den 7 Knochen der Hinterfußwurzel zusammengesetztes Gelenk, von denen das Fersenbein mit seinem Fersenbeinhöcker sichtbar ist. Form und Winke­lung sind u. a. bedeutend für die Art der Vorwärtsbewegung.
Spurlaut: Hetzlaut des Hundes, der bellend eine Spur verfolgt, ohne das Wild zu sehen
Standard: Rassekennzeichen, die vom Zuchtverband des Heimatlandes der Rassen, sofern es dort einen gibt, aufgestellt werden.
Stockhaar:  Kurzes bis mittellanges Grannenhaar mit sehr dichter, weicher Unterwolle (z. B. Deutscher Schäferhund).
Stöbern: Der Hund verfolgt das Wild in unzugänglichem Gelände ohne Beachtung der Fährte mit hoher Nase und unter Zuhilfenahme von Auge und Ohr.
Stop: Stirnabsatz zwischen Schädel und Nasenbein.
Stromung:  Dunkle Streifen auf hellem Fellgrund.
Totverbeller: Hat der Hund das verendete Wild gefunden, bleibt er dort und ruft durch anhaltendes Bellen den Jäger heran.
Treibhund: Hund, der Herden über lange Streckeri von einem Ort zum anderen treibt (Bouvier, Rottweiler).

 

Tricolor: Dreifarbig, meist schwarze Grundfarbe mit weißen und braunen Abzeichen (Sheltie) oder weiß mit schwarzen und braunen Flecken (Beagle).

 

Trimmen: Ausrupfen abgestorbener Haare, um eine gleichmäßige und vom Standard vorgeschriebene Form des Hundes zu erhalten (Foxterrier).

 

Trocken: In der Kynologie Bezeichnung für einen Hund mit gut anliegender Haut, oh­ne lose Falten und ohne Fettablagerungen unter der Haut. Überbiß: die Schneide­zähne des Oberkiefers ragen über die des Unterkiefers hinaus.
Unterbiß:  s. Hinterbiß.
Unterwolle: Weiche, dichte, meist kurze, feine Haare, die der Wärmeisolierung des Fells dienen
Verlorensuche: Arbeit eines Jagdhundes, der angeschossenes Niederwild aufstöbert und apportiert bzw. den Jäger aufmerksam macht, wo das Stück liegt.
Vorbiß: Schneidezähne des Unterkiefers stehen vor den Schneidezähnen des Oberkiefers.

 

Wamme:   Lockere Kehlhaut.
Wasserfreudigkeit: Besonders bei Jagdhunden geschätzte Eigenschaft, wenn der Hund ohne zu zögern auch in kaltes Wasser springt, um z. B. eine geschossene Ente zu apportieren.
Widerrist: Höchster Punkt der Rückenlinie, bzw. des Schulterblattes.
Widerristhöhe oder Schulterhöhe: wird vom Boden bis zum Widerrist in senkrechter Linie gemessen.

 

Wolfskralle: s. Afterkralle.
Wurf: Alle Welpen einer Hündin bei einer Geburt.
Zangengebiß:  Schneidezähne des Oberkiefers stehen genau auf den Schneidezäh­nen des Unterkiefers.
Zucht:  Gezielte Vereinigung von Rüde und Hündin mit der Absicht, Welpen mit den erwünschten Eigenschaften der Eltern zu erhalten.
Zuchtbuch:

 Wird beim jeweiligen Zuchtbuchamt des Rassehundeklubs geführt und enthält alle Angaben über jeden Hund, der unter den Zuchtbestimmungen dieses Vereins gezüchtet wurde.  Anhand des Zuchtbuchs kann man die Abstammung eines Hundes bis zum Beginn der zuchtbuchmäßigen Erfassung einer Hunderasse zurück­verfolgen, und damit auch seine Reinrassigkeit.

               

         

 

Dagmar Przystaw

DHZ-Richterobmann

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1. Was heißt Adel?

 

Adel bedeutet ein Zweifaches: Abstammung von durch Form und Leistung hervorra­genden Ahnen und schöne und stolze "edle" Erscheinung. Der Begriff Adel im Sinne einer Erscheinung, die durch bestimmte verfeinerte Formen auffällt, ist von den Hippo­logen in die Tierzucht eingeführt und oft und meist vergeblich näher bestimmt worden. Er deckt sich nicht mit dem der Schönheit, obwohl Schönheit ein Haupterfordernis des Adels ist. Das Vorbild war ursprünglich der adelige Mensch, der Aristokrat, der sich ja tatsächlich vom gewöhnlichen Volksgenossen als Ergebnis scharfer körperlicher und seelischer Auslese und sorgfältiger, anhaltender Ausbildung aller ritterlich bedeutsa­mer Anlagen unterschied. Die Kampfverpflichtung verlangte einen kräftigen, dabei schlanken, sehnigen Körper, die Führerstellung, stolze Haltung und überragende Größe. Äußerlichkeiten, Haut- und Haarfarbe, Kopfform waren oft rassisch bedingt und wurden erreicht oder verstärkt durch Zuchtwahl. Wie in Europa schließlich der Typus des nordischen Edelmannes schlechthin galt, so hat in der Hippologie die Sonderform des arabischen Pferdes als ideale Gestalt des edlen Pferdes den Sieg errungen. Diese Form des arabischen oder arabisch vereitelten Pferdes - der Araber gab ja allen Edel­pferden der Welt Form und Feuer - ist nun, wenn auch nicht immer klar genug aner­kannt, Vorbild zunächst für den englischen "edlen" Hund geworden. Den Adel macht aber nicht nur die Form, der Linienfluß, die Schönheit, sondern vor allem die Haltung und das Wesen, Lebhaftigkeit ohne Aufdringlichkeit, Mut ohne Wildheit, zurückhalten­de Freundlichkeit.

 

Das Windige, überzarte, Überfeinerte ist aber nicht Adel, sondern Überbildung.

 

Größe ist nicht mehr Hauptkennzeichen des "edlen" Hundes, sondern schöne Umrißli­nien, Ebenmaß und stolze Haltung. Die Haut ist trocken, die Bemuskelung tritt klar her­vor, Hochläufigkeit und Feinknochigkeit dagegen sind, wenn auch bei edlen Tieren häufiger, keineswegs Merkmale des Adels.

 

2. Die Außenlinien

 

Die Begrenzungslinien des Hundekörpers sind entweder fließend, flachbogig verlau­fend oder mehr rundbögig ineinander übergehend oder aber in scharfen Winkeln, kan­tig aufeinanderstoßend.

 

Von den Randlinien sind es die sogenannte obere Linie (Hals-Rückenlinie) und die untere Brustbauchlinie, die die Form des Tieres ganz wesentlich bestimmen.

 

Die Form der oberen Linie hängt ab vom Halsaufsatz und von den Unterschieden in der Schulter-, Lenden- und Kruppenhöhe.  Diese wieder von der Art der Aufhängung des Rumpfes, der Krümmung der Wirbelsäule und der Gliedmaßenentwicklung.

 

3. Form und Tätigkeit

 

Nach der Art des Angriffes kann man unterscheiden:

 

Stoßtypus:       Massig, schwer, Kopf kurz, Fang kurz oder mittellang, breit, stumpf, Hals kurz, eher kurzläufig, mächtige Muskulatur, grobknochig.

 

Fangtypus:       Schlank, hochläufiger, Kopf schmäler, langer, spitzer Fang, langer Hals, lange Muskeln, feinere Knochen.

 

4. Das Format

 

Ungemein wichtig für das Gesamtbild ist das Format, vor allem das Verhältnis der Schulterhöhe zur Rumpflänge, das ist das des Buggelenkes zum Sitzbeinhöcker.  Die­ses wird von den Hundebeurteilern vorwiegend allzu einseitig berücksichtigt.  Für man­che Rassen sind aber auch die Formate der Vorder- und Hinteransicht und das der Draufsicht beachtenswert.

 

Bei den Terriern allerdings wird auf die Form der "Front" viel Wert gelegt.

 

a.    Seitenansicht =                    Schulterhöhe x 100

Rumpflänge

 

 

 

b.          Vorderansicht =                    Brustweite x 100

Schulterhöhe

 

c.          Hinteransicht =           Hüftweite x 100

Kruppenhöhe

 

5. Masse

 

Die Körpermasse, die Wucht der Erscheinung beruht auf dem Inhalt und dem Gewicht. Umfang, Breite und Tiefe des Brustkorbes, Bemuskelung und Knochenstärke bewirken den Eindruck der Kraft oder des Gegenteiles. Die der Rasse entsprechende Masse, Stärke, muß dem Richter geläufig sein. Kenntnis des Durchschnittes und der oberen und unteren Grenze bringt die Erfahrung. Die Rassekennzeichen lassen uns in dieser Richtung oft im Stich, da sie meist nur unzureichende allgemeine Angaben über die Masse machen, oft sogar sich bloß auf Gewichtsangaben beschränken.

 

6. Rasse

 

Abweichungen vom Wunschbild der Rasse wird der Beurteiler nach drei Richtungen zu werten haben. Dem Hundekenner wird vor allem im gewöhnlichen Leben die Frage vorgelegt, ob der gezeigte Hund reinrassig sei. Reinrassigkeit bedeutet Abstammung von Ahnen, die derselben Rasse angehören (Rasse im züchterischen Sinne verstan­den). Der Begriff der reinen Rasse erscheint leicht verständlich. In der Kynologie ent­scheidet aber oft nicht der Sinn des Begriffes, sondern die Vereinbarung.  Zum Beispiel war und ist es zum Teil noch gestattet, verschiedene Zwergspanielarten miteinander zu kreuzen, die Produkte gelten je nach ihrer Form als "reinrassige" Vertreter dieser Form. Blaue und rote Irish Terrier dagegen dürfen nicht miteinander gepaart werden. Kann man nun aus dem Äußeren eines Hundes auf reine Abstammung schließen? Leider nicht.

 

Eine Rasse so zu beschreiben, daß auch der Laie sich eine gute Vorstellung von ihr machen kann, ist sehr schwierig. Man versucht sich damit zu helfen, daß man auf all­gemein bekannte Rassen verweist und Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten heraus­streicht. In manchen Fällen tragen die Vergleiche zum Verständnis bei, etwa wenn das Schipperke mit dem Zwergspitz, der Yorkshire-Terrier mit dem Malteser, der Deutsche Wachtelhund mit dem Deutsch Langhaar, der Weimaraner mit dem Deutsch Kurzhaar, der arabische mit dem englischen Windhund, der Dalmatiner mit dem Pointer in Ver­gleich gezogen werden. Nützlich kann auch die Vergleichung mit zwei Rassen, die als Grenzform in Betracht kommen, werden, etwa wenn die Deutsche Dogge dem Mastiff und dem Windhund gegenübergestellt wird. Man vergleicht aber die beschriebene Rasse nicht nur mit anderen Hunderassen, sondern zuweilen auch mit durch Übung oder gesellschaftliche Stellung und Abstammung bedingten Wuchsformen des Men­schen oder mit dem Hunde verwandten Gattungen (Fuchs, Wolf)

 

7. Gebiß

 

Der ausgewachsener voll entwickelte, unverbildete Hund hat 42 Zähne, und zwar 12 Schneidezähne (Incisivi), 4 Hakenzähne (Canini, Fangzähne), und 26 Backenzähne. Die Backenzähne werden in Vormahlund Mahlzähne unterschieden. Die Vormahlzähne (Prämolaren), vier in jeder Hälfte des Ober- und Unterkiefers, zusammen also 16, sind nicht alle gleich geformt.

 

Die übliche Einteilung berücksichtigt die sogenannten Reißzähne nicht. Der obere Reißzahn hat keine Mahlfläche, wird also zu den Prämolaren gerechnet, während der untere wohl ebenso eine dreizackige Krone trägt, an der Lippenfläche einem Prämolar gleicht, aber innen eine Kauecke aufweist, daher als Mahlzahn gilt. Ihren Namen tra­gen sie zu Unrecht, da sie nicht zum Reißem benutzt werden, sondern nach Art einer Brechschere wirken. Die Schneidezähne sind ebenfalls nicht glücklich benannt, sie schneiden nicht, sondern kneifen nach Art einer Zange ab. Außerdem werden sie als Schaber zum Nagen benutzt. Die Backenzähne also zerschneiden, zerquetschen und zermalmen die Nahrung. Zum Zerreißen, Ergreifen, Beißen im Sinne von Zupacken, Verletzen, Verwunden, dienen die Canini, die Haken- oder Fangzähne.

 

Man gibt die Zahnzahl der einen Kopfhälfte gewöhnlich in folgender Formel wieder:

 

 

3,1,4,2 = oben,  3 Schneide-, 1 Fang-, 4 Vormahl- und 2 Mahlzähne

3,1,4,3 = unten, 3 Schneide-, 1 Fang-, 4 Vormahl- und 3 Mahlzähne

 

In ausführlicher Form:

 

links    Il,2,3 Cl P4,3,2,1 M1,2 ) = gesamt

                   Il,2,3 Cl P4,3,2,1 M1,2,3 ) 21 Zähne

 

rechts    Il,2,3 Cl P4,3,2,1 M1,2 ) = gesamt

                   Il,2,3 Cl P4,3,2,1 M1,2,3 ) 21 Zähne

 

 

Am Zahn unterscheidet man Krone, Hals und Wurzel. Die Krone der oberen Schneide­zähne ist dreilappig, die der unteren zweilappig. Diese Zackenkronen werden auch als Lilien bezeichnet. An der Zungenfläche haben alle Zähne einen mehr oder weniger scharf ausgeprägten Wall, dessen Ecken bei den mehrgelappten Zähnen eben zu Lappenzacken weitergebildet sind.

 

Die Prämolaren werden von den Tierärzten meist von hinten nach vorn gezählt, so daß die 4. Pm den Fangzähnen am nächsten stehen.

 

8. Zahnausbruch und Zahnwechsel

 

Der Hund kommt zahnlos zur Welt. Die Zahnkappen stecken noch in den Fächern der Kiefer.

 

Die Milchzähne, zuerst gewöhnlich die Zangen des Zwischenkiefers, zuweilen aber auch oberen Hakenzähne, brechen im Alter von drei bis vier Wochen aus. Sie stehen vorerst eng; die Zwischenräume vergrößern sich aber bald. Mit zwei bis vier Monaten erscheinen sie abgerieben, stehen schon schief und sitzen locker. Große Hunde wech­seln das Gebiß angeblich früher.

 

Die Milchbackenzähne brechen im Alter von fünf bis sechs Wochen aus. Die Milchha­ken erscheinen gewöhnlich in der vierten Woche, P3, P2, Pl mit fünf bis sechs Wo­chen.

 

Das Milchgebiß hat folgende Formel: 3, 1, 3

                                                      3, 1, 3

 

 

Mit acht Wochen ist es voll entwickelt.

 

Im Unterkiefer kommt der bleibende Hakenzahn hinter dem Milchhaken, im Oberkiefer vor dem Milchhaken heraus.  Der Wechsel erfolgt im Alter von fünf bis sechs Monaten.  Die jungen, bleibenden Zähne sind porzellanweiß.

 

Der Lückenzahn erscheint im vierten bis fünften Monat und wird nicht gewechselt. Man bezeichnet die Backenzähne des Milchgebisses oft als Prämolaren, leugnet also das Vorhandensein von Molaren.

 

Die bleibenden erscheinen:

M________

        1                      im vierten bis fünften Monat

 

M________

        2                      im fünften bis sechsten Monat

 

M________

        3                      im sechsten bis siebenten Monat

 

Die Prämolaren werden mit fünf bis sechs Monaten gewechselt.

Zwerge beginnen mit dem Zahnwechsel oft erst mit sechs Monaten.

 

Über das Alter kann auch Eintritt und Grad der Abnutzung der Zähne in gewissen Grenzen Aufschluß geben. Gewiß beeinflußt Beschaffenheit und Menge der Nahrung und die Art ihrer Aufnahme die Schnelligkeit der Abschleifung, dennoch ist die Verläß­lichkeit gewisser Regeln nicht so gering als häufig angenommen wird.

 

Dem Beurteiler in unserem Sinne kommt es aber gar nicht darauf an, das Alter mit möglichstes Genauigkeit zu bestimmen.

 

An den Schneidezähnen tritt der größte Lappen zuerst in Reibung.

Ist er abgeschliffen, dann treten die Seitenlappen in Reibung.

 

Folgende Richtlinien für die Schätzung:

Hauptlappen an den Zangen des Unterkiefers abgerieben: 1 1/2 Jahre

Hauptlappen an den Mittelzähnen des Unterkiefers abgereiben: 2 1/2 Jahre

Hauptlappen an den Zangen des Zwischenkiefers abgerieben: 3 1/2 Jahre

Hauptlappen an den Mittelzähnen des Zwischenkiefers abgereiben: 4 1/2 Jahre

Hakenzähne weisen Spuren von Abnutzung auf:                             5 Jahren

Hauptlappen an den Eckzähnen des Unterkiefers abgerieben:         5 1/2 Jahre

Hauptlappen an den Eckzaähnen des Oberkiefers abgerieben         6 Jahre

Reibfläche der Zangen im Unterkiefer verkehrt oval                         7 Jahre

Hakenzähne stumpfer mit seitlichen Eindrücken,

stärkere Zahnsteinauflage                                                           7 - 8 Jahre

Reibfläche an den unteren Zangen greift auf die Lippenfläche über  8 Jahre

Reibfläche an den unteren Mittelzähnen verkehrt, oval

(d.h. der größere Durchmesser verläuft der Längsrichtung

des Kopfes gleich)                                                                     8 - 9 Jahre

alle Schneidezähne im Unterkiefer bröckeln an der Vorderfläche ab 9 Jahre

   Reibfläche der oberen Zangen verkehrt oval                                 9 - 10 Jahre

 

Diese Darstellung trifft im großen und ganzen zu.

 

9. Formen des Gebisses

 

Bei gewissen Raubtieren, wie Marder, Dachs, Fuchs, ist der Kieferwinkel klein, die Zähne passen so gut an- und ineinander, daß die Maulhöhle durch sie fast ganz ge­schlossen erscheint.

 

Beim Wolf ist der Kieferwinkel größer, es entstehen Zwischenräume zwischen den Spitzen und Rändern der Zähne.  Je mehr sich der Fang verlängert, desto größer wer­den die Lücken zwischen den Zahnfächern.  Je kürzer der Fang im Vergleich zum Oberschädel ist, desto enger stehen die Backenzähne in der Regel und desto ge­schlossener wirkt das Gebiß.  Beim Haushund ergibt sich also schon aus der

 

Formvielheit der Schädel eine große Abänderungsbreite des Gebisses.

 

Je größer der Kieferwinkel, desto höher die sogenannte Lade, desto größer die Ab­stände der einzelnen Zähne, desto weiter entfernt voneinander die durch die Spitzen der Zahnhöcker gelegten Ebenen, desto geringer die Schnittwirkung der vorderen Backenzähne.

 

Die Größe des Kieferwinkels wird durch die Höhe der Mahlzähne entschieden.  Im Alter wird mit zunehmender Abkauung der Kieferwinkel kleiner. Die Länge der Schneide­zähne spielt keine Rolle.

 

Die Kynologen verstehen unter Vorbiß das Vorstehen des Unterkiefers, wobei die unte­ren Schneidezähne mehr oder weniger die oberen Überragen  Die Ausdrücke "überbeißen" und "unterbeißen" werden in verschiedenem Sinne gebraucht.

 

Geht man von der Tatsache aus, daß nur der Unterkiefer beweglich ist, also die Bewe­gung des Beißens ausfahren kann - der Hund kaut nicht wie eine Robbe mit einer Halsbewegung, die oberen Fänge in der Beute - dann wäre überbeißend gleichbedeu­tend mit Vorstehen der unteren Zähne über die oberen. Statt diese zu Irrtümern Anlaß gebenden Ausdrücke zu gebrauchen, empfiehlt es sich in jenem Falle, wo der Unterkie­fer vorsteht, von vorstehendem Unterkiefer zu sprechen. Im umgekehrtem Falle von zu­rückstehendem Unterkiefer. Nun gibt es aber Fälle, in welchen die Zahnfachränder der Kiefer in derselben Ebene liegen und dennoch die Schneidezähne oben oder unten etwas vorstehen, weil sie schräg eingesetzt sind. Man spricht dann von Vorzahnigkeit.  Stehen die Zahnreihen in einem rechten oder gar spitzen Winkel zueinander, dann ist der Ausdruck Winkelgebiß am Platz. Das regelrechte Gebiß des Hundes, ebenso wie das seiner wilden Verwandten, ist ein sogenanntes Scherengebiß, d.h. die Kronen der oberen Schneidezähne greifen ein wenig über die unteren hinaus, wobei die Zungen­flächen der oberen die Lippenflächen der unteren berühren.  Sie liegen also dachziege­lartig oder wie die Blätter einer Schere aufeinander.  Der Vergleich mit einer Schere hinkt freilich, da die Ebene der Bewegung eine andere ist.  Das hat den Vorteil, daß sich die Linien zumindest der oberen Schneidezähne weniger rasch abnutzen.  Deshalb findet man in den meisten Rassekennzeichen Scherengebiß gefordert.

 

Dem Aufbiß der Zoologen entspricht das Zangengebiß. Die Kanten passen genau auf­einander, die Abschleifung ist eine waagerechte, Das Zangengebiß ist schon eine Vorstufe des Vorbeißens. Sobald sich bei einem Hunde, der in der Jugend tadelloses Zangengebiß hatte, mit zunehmendem Alter der Unterkiefer streckt und die Lilien der oberen Schneidezähne verschwunden sind, treten insbesondere die unteren Zangen deutlich hervor.

 

In den letzten Jahren haben die denkenden Hundezüchter dem Gebiß der Zuchttiere größere Bedeutung geschenkt und bemerkt, daß recht häufig einzelne Prämolaren fehlen. Man war nun mit Erklärungen dieser Tatsache rasch zur Hand. Geänderte Le­bensweise, Art des Futters und damit angeblich zusammenhängender "Nichtgebrauch", entartender Einfluß der Domestikation gelten als Ursachen.

 

"Nichtgebrauch" würde wohl zunächst zur Verkleinerung, Verkümmerung der Zähne führen.

 

Zunächst zeigt sich, daß die Rasse keine nennenswerte Rolle spielt, ebensowenig die Körpergröße, von extremen Zwergen abgesehen. Überraschenderweise kommt es bei Verkürzung der Kiefer normaler Hunde meist nicht zum Prämolarenverlust.  Die Natur hilft sich da durch Kulissenstellung sehr einfach.  Auch die übermäßige Verlängerung der Kiefer führt nicht dazu.  Bestimmte Prämolaren können nicht zur Ausbildung gelan­gen, wenn es bei Hunden, die gewissen Familien oder Stämmen (Rasse) angehören, bei welchen verkürzter Fang bereits erblich ist, individuell wieder zur Verlängerung des Fanges (der Kiefer) kommt (-Rückschlag, d. h. Rückkehr zur ursprünglichen Wind­hundschädelform oder Störung der Vererbung durch den anderen Elternteil).

 

Dagmar Przystaw



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